Kein Wort, kein Satz kann ihn beschreiben, ist er doch so schnell vorbei. Ein Wunder, würd er ewig bleiben, der Horizont teilt ihn entzwei. Kaum schönres gibts als diese Farben, und welch ein Bote mag das sein, der solch ein traumhaft Bild kann tragen, vom Himmel hinab tagaus tagein. Es fesselt mich, kann nicht entweichen sitz ich hier, träume unentwegt, die Ewigkeit sollte er erreichen, der Sonnenuntergang, der nie vorrüber geht. Mui Ne, Vietnam, 04.02.2013
Feel free…
Travelling turns the world upside down. Koh Kradan 2013
Sea and Sand
Das letzte Kapitel meiner Reise hat seinen Ursprung in den von der Andamanensee umschlossenen Inseln Südthailands. Unzählige kleine Gebilde, die majestätisch aus dem Wasser ragen, Kokosnusspalmen, die helle Strände verzieren… Riffe, die tausende Fisch- und Korallenarten beherbergen.
Der tropische Wind kündigt sanft die unzähligen Schönheiten an und lässt mich in jedem Moment einen Hauch Paradies fühlen.
My journey´s last chapter occurs in the most southern part of Thailand. There are a lot of majestic islands, surrounded by the Andaman Sea. They are decorated with coconut-palms, rising from the bright, white sand and colorful reefs providing hiding places for a lot of fishes and corals.
The tropical wind and the combination of beauties let you feel the breeze of paradise.
Kuala Lumpur at night
After Borneo, we went to Kuala Lumpur and then directly to Pulau Langkawi, an island close to the border of Thailand.
Die Nasenaffen und ihre Verwandten
Manchmal erschafft die Natur seltsame Geschöpfe. Tiere beispielsweise. Wir sind auf der Suche nach einer Spezies in den Wäldern von Kinabantangan. Nasenaffen – mit Riechkolben, so groß wie Essiggurken. Im Palmenrestaurant direkt am Fluß gelegen warten wir auf den Bootsmann, der mit uns in die schmalen Kanäle fahren wird, die Zufahrtswege in den Regenwald.
Ein paar Minuten später sind wir unterwegs. Eine Vielzahl grüner Pflanzen begrenzt den Fluss zu beiden Seiten. Zwischen den Büschen am Ufer kann man auf Stelzen gebaute Häuser entdecken. Vögel wie der edel anmutende Eisvogel (Kingfisher) oder der extravagante Hornvogel (Hornbill) dekorieren den Himmel mit exotischen Farben. Unser Tourguide macht einen guten Job und entdeckt eine grüne Viper, die perfekt getarnt auf einem Ast am Ufer auf Beute wartet. Der Fahrer reduziert die Geschwindigkeit und wir biegen in einen der schmalen Kanäle ein. Vor uns bewegen sich die Äste. Das müssen größere Tiere sein. Wir fahren näher ran und sehen mehr und mehr von ihnen. Makaken. Diese Art findet man hier häufig. Aufgeweckte kleine Äffchen die ohne zu Zögern von einem Ast zum nächsten springen. Dabei stoßen sie schrille Rufe aus und schlagen sich auch mal gegenseitig wenn es die Erziehung erfordert.
Kurz danach entdecken wir ein Highlight. Einen wild lebenden Orang Utan (siehe Gallerie), der auf den richtigen Zeitpunkt wartet um den Kanal zu überqueren. Die Aufregung im Boot steigt, Spiegelreflexkameras klicken. Erfreut über die Entdeckung gleitet unser Boot tiefer in den Urwald. Und dann, nach ein paar Minuten konzentriertem Suchens sehen wir sie:
Die erste große Nase. Gefolgt von einem starken Nacken und einer muskulösen Schulter kommt schließlich – ein Bauch wie ein Bierfass. Das muss der Chef der Nasenaffenbande sein. Sitzt oben auf seiner gemütlichen „Ast-Couch“ und beobachtet seine Mitarbeiter. Alles Frauen.
Ungefähr 20-25. Unmöglich sie zu zählen, denn drei springen links, zwei schwingen nach rechts, vier kraxeln hoch und eine hüpft diagonal ins Nirgendwo. Das ist Äffchen Speedclimbing in drei Dimensionen.
Interessiert betrachte ich die große Nase des Häuptlings und sie erinnert mich an ein dutzend Bekannter. Dieser Affe ist die 100 %ige Kopie “moderner” Menschen. Er imitiert sie. Und darin ist er Perfektionist.
Er sitzt auf seinem Ast – genauso entspannt wie manche Menschen vor dem Fernseher. Sein Blick ist gelangweilt, genau so als würde er vor dem Fernseher sitzen und dann kaut er noch auf einem Stück Bambus herum – als würde er vor dem Fernseher sitzen. Die Packung Chips würde gerade noch fehlen.
Vor allem aber ist er relaxed. Sein langer weißer Schwanz stabilisiert ihn nach hinten und sein dicker Bauch nach vorne. Umkippen unmöglich und das machst selbst den härtesten Ast zu einem bequemen Sessel.
Bei so viel Aufregung geht der Tag schnell zu Ende. Aber es wird nicht lange dauern, dann geht der Vorhang der Manege wieder auf und die Vorstellung beginnt von Neuem.
Für uns waren es aufregende Stunden – für den Chef der Nasenaffen war es nur wie ein Tag vor dem Fernseher.
Kinabatangan River
Funny Apes
Sometimes, nature creates funny things. For instance animals. We try to find one species of them in the woods of Kinabantangan. Proboscis. Apes with noses so big as cucumbers. We´re waiting in the palm restaurant straight above the river for the boatsman to bring us to the small channels of the Kinabatangan River. The entrance to the deep rainforest. A few minutes later, we´re on our way. A green variety of plants confine the river to both sides. Small houses, built on pegs, hiding between the bush.
Birds like the stylish Kingfisher or the special-looking hornbill are decorating the sky with exotic colours. Our guide does really a good job, he has been spotting a green Viper, lying on a branch, waiting for some food coming by. We turn right into a small channel, and the driver is reducing the speed. The music of the jungle is surrounding us. We come closer and little by little we can see more of them. Macaques. This kind of apes is quite common in Borneos forests.
Active little monkeys jumping without hesitations from one tree to another. Always crying and slapping each other. Shortly afterward, we get to see a wild Orang Utan, waiting for the right moment to cross the river. Everybody is exited. The first highlight of this boating.
We go further on and after a few minutes of concentrated wilderness watching – we spot it. The first big nose. Followed by a strong neck and muscular shoulders comes eventually a big big belly. This must be the CEO of the proboscis circus. The Boss is sitting on his easy chair-branch, constantly observing his harem. Staff-monitoring. I see his face and in a part of a second I get reminded of more than a dozen people I know.
“This ape is the hundred percent reflection of some modern human beings.”
Such a perfectionist in the way of what he is doing. Relaxing like he sits in front of the TV, watching like he sits in front of a TV and chewing bamboo like he sits in front of a TV. Just the packet of chips (crisps) is missing.
The boss has maybe 20 or 25 employees. All of them are female. Almost uncountable because five climb up, six down, three are jumping right, one is swinging to the left and not to forget the diagonal moves. Now I know where the Chinese State Circus has it´s conceptions from. It´s like “ape speedclimbing” in three dimensions.
However, the monkeys CEO-tamer is relaxed. It´s business as usual. His long tail holds the balance to the back and his big belly to the front. That makes it easy to sit on every branch his circus ring can provide.
But anytime, every exciting show comes to an end.
Soon, the curtain will rise again and the jungle life will go on.
For us, it was a marvellous day – for the noses CEO, it was just another day in the office…
Borneo und die Palme
Von der Megacity Singapur nach Borneo. Bäume, Sträucher, Farne und Palmen soweit das Auge blicken kann. Die Natur spaltet die Farbe grün in tausende Nuancen. Wir befinden uns auf der malaysischen Seite Borneos nahe des Mount Kinabalu. Der sich in einem Nationalpark befindende Berg ist mit 4095 Metern der höchste in Malaysia. Wir steigen an der Landstraße aus dem Minibus und setzen unseren Weg zu Fuß zur Mountain Lodge fort. Rechts und links von uns eine Mauer aus Pflanzen. Die Geräusche des
Regenwaldes begleiten uns, die Natur spielt ihr Konzert, tropische Tiermusik vom Allerfeinsten. Überall um uns herum gluckst, pfeift und summt es. Alles lebt! Man sieht die Tiere nicht, aber man weiß sie sind da. Die mitten im Urwald gelegene Lodge beherbergt uns kurze Zeit, dann geht es wetterbedingt weiter in Richtung Sandakan. Das Tet-Fest beschert uns ausgebuchte Transportmittel und so finden wir uns als Tramper im Minibus eines barmherzigen Klimaanlagenverkäufers wieder. Auf unserem Weg, rechts und links der Straße, weiterhin begleitet von intaktem Regenwald. Keiner von uns hat die Veränderung erwartet, die uns einen Augenaufschlag später widerfährt. Wir sind geschockt.
Die zerstörerische Kraft der Menschen enthüllt plötzlich ihr wahres Gesicht. Kilometerweit. Vom Straßenrand bis zum letzten Hügel, nur eine Palme. Elaeis guineensis. Die Ölpalme. Und diese tausendfach. Stramm in Reih und Glied ragen ihre Stämme aus dem Boden wie Klone. Borneo, als Toilette dieser Erde von vorne bis hinten mit der gleichen Fliese beklebt. Wer nicht weiß, was Monokultur bedeutet, kann hier darüber promovieren. Der Schaden für die Natur ist gewaltig. Man kann nicht von Schaden sprechen, denn das Wort Schaden hinterlässt den Eindruck, dass noch etwas Intaktes besteht, das beschädigt wurde. Aber hier ist nichts mehr intakt. Die Natur ist tot. Es ist ein Desaster. Die Stämme der Palmen sind mit Farnen bewachsen und auch zwischen ihnen gedeiht nichts anderes. Was von der Millionenfachen Artenwelt Borneos überlebt hat sind Schlangen und Ratten. Mittlerweile eine Plage. Hier gab es auch mal Orang Utans, Nasenaffen und zig anderer Tiere, aber das ist lange her.
Große Lastwagen transportieren die Palmölfrüchte zur Weiterverarbeitung in die Fabriken. Der Rohstoff ist unglaublich vielseitig und findet unter anderem in Lebensmitteln und Kosmetik Verwendung. Am Einsatz als Biosprit wird geforscht. Schlechte Aussichten für die Natur.
Staunend setzen wir unseren Weg fort. Mit der Hoffnung, in einem der Naturschutzgebiete die Welt so zu erleben wie sie die Millionen Jahre zuvor war – bevor die Menschen kamen.
(Die Frucht der Öl-Palme)
Borneo and the palm
From the megacity Singapore into the djungle. Trees, bushes, ferns and palms as far as you can see. The nature splits the colour green in thousand nuances. We are at the Malaysian part of Borneo, near Mount Kinabalu. The mountain, situated in a national par
k and with 4095 m the highest in Malaysia. We jump off the minibus at the road and keep on walking to the Mountain Lodge. Beside us, walls of plants. The noisy rainforest escorts us, the nature plays a concert, tropical music at its best. Chuckling, humming and whistling sounds on all sides. Everything is alive. You can not see the animals, but you know they are there. We stay at the Mountain Lodge for a short time and then go weather related further on in direction so Sandakan. The Tet-celebrations are causing a lack of transportations, so we find ourselves as hitchhiker in the minibus of an merciful AC-salesman. On our way, accompanied by intact rainforest. Nobody was expecting the changes, which will apear a squint later. We are shocked.
The destructive force of mankind shows its evil face.
All over the place. From the roadside to the last hill just one palmtree. Elaeis guineensis. The oil palm. Thousands of it. The trunks rising from the soil, they stay there like clones -in rank and file. Borneo, earth´s toilet, from end to end plastered with the same kind of tile. If you´re not aware of monocultures, you can do your doctorate about it at this place. The damage to the nature is enormous.
You can´t say damage because this word means that there is something left which got damaged. But there isn´t. Nature is dead. It´s a disaster. The trunks of the palms are covered with ferns, kind of grass. And th
ere is nothing else on the ground. What´s left of the millionfold biodiversity are snakes and rats. Meanwhile a plague. There were Orang Utans, Proboscis monkeys and a lot more animals. But they are gone for a long time.
Big lorries carry the palm oil fruits to the factory’s where they get processed. The raw material is quite various and companies produce food and cosmetics. They research also to use it as fuel. Bad expectations for nature.
We go on, wondering and with the hope that we find a place where we can experience the world how it was, million years ago – before humans arrived.
(the second picture shows palm oil fruits)
Singapur — Singapore (english below)
Singapur
Design in Perfektion. Der Variation von Formen freien Lauf gelassen. Kreise, Zylinder, Pyramiden und Quader. Spiegelndes Glas soweit das Auge reicht. Die Architekten haben im Zentrum dieser Stadt ihre Träume verwirklicht. Es gibt keinen Wolkenkratzer, keinen Showroom, nicht mal eine Fußgängerbrücke, deren Bestimmung reine Funktionalität ist. Alles hat einen Blickfang, einen Anspruch auf Vollkommenheit, einen freien Geist. Jedes Gebäude besitzt seine durch High-tech kreierte Architektur, jede Allee eine moderne Note.
Die palmengesäumten Straßen, der Verkehr, die Fußgängerüberwege. Alles folgt einem präzisen Mechanismus und man hat den Eindruck, dass auch die Menschen ihrem Weg folgen als wäre er vorbestimmt. Männer mit maßgeschneiderten Anzügen und die Damen im Business Dress, stilvoll marschieren sie von einem Meeting zum nächsten. Daneben die einheimische Bevölkerung: Malayen, Chinesen, Inder, welche wie Arbeiterameisen den Stadtstaat am Laufen halten. Und dann noch die staunenden Touristen, die im korrekt geplanten Großstadtdschungel ihr Plätzchen suchen.
Es wirkt wie ein Computerspiel und betrachtet man die Skyline, denkt man an die Cyber-Programme, die solch Perfektion entstehen ließen. Das Gefühl in dieser Metropole zu stehen und den schlichten Gigantismus zu fühlen wirkt unrealistisch. Trotzdem hat diese Stadt zweifellos ihren eigenen Charakter, der sie umgibt. So stark wie sich ihre Zinnen von denen der restlichen Metropolen in der Gegend unterscheiden, so zuversichtlich und wegweisend sind ihre Flaggen darauf.
Singapur steht für Einzigartigkeit. Ein Inbegriff technischen Fortschritts und Zukunftsdenkens der den Menschen als Individuum in die Höhe hebt und ihn gleichzeitig so klein vorkommen lässt.
Singapore
Design in its perfection. The variation of forms is released. Circles, cylinders, pyramids and cubes. Shiny glass, as far one´s eye can see. The architect’s dreams came true in the center of this city. There is no skyscraper, no showroom and no skywalk with just a functional relevance. There is an impact of style in everything. Eye catchers with an endless demand of accomplishment. Every building has its high-tech created architecture, every avenue a modern mark.
The palm-flanked streets, the traffic, the pedestrian-crossings. Everything follows a precise mechanism and creates the impression, that the people were pursuing their ways like it´s predestinated. Men in tailored suits, Ladies in business dresses, they march from one meeting to the next. The locals, Malaysians, Indians and Chinese, which keep things ticking over and the marveling tourists, which are searching for their place to be.
It seems like a computer-game and if you look at the skyline, you think of the cybe
r-technique which was manufacturing this. The emotional experience, you get if you stay between this buildings and feel the air of gigantism which is streaming into your lungs, creates an unrealistic sense. But the city has its own charm which decorates it. As powerful as Singapore’s castellation distinguishes itself from other megacities, so confident and pioneering is their banner on it. The impression is as different to the other Asian cities as it is directional and futuristic.
Singapore is an amazing, unique world. An incarnation of technical improvement and futurity thoughts which heightens the individual to heaven and makes you feel so small at the same moment.
Tết – (chinese new year) — Tết (chinesisches Neujahr) / english below
Am 10 Februar fand das Tết-Fest statt. Der wichtigste und populärste Feiertag, nicht nur in Vietnam. Er gründet seine Herkunft auf dem chinesischem Kalender. Ganz Asien schmückt die Straßen und Häuser schon Wochen vorher um das Jahr der Schlange einzuleiten.
Neben Lampions sind Blumen und Pflanzen sind ein wichtiger Bestandteil des Straßenschmucks. In Ho-Chi-Minh Stadt fand ich ein paar schöne Exemplare floristischer Handwerkskunst…
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On Feb. the 10th, the Tết-festival was celebrated. It´s the most important and most popular holiday, not just in Vietnam. It´s origin is from the chinese calendar. People all over Asia decorate the streets and their houses even weeks before to have a good start into the year of the snake.
Next to Lampions, flowers and plants are an important part of the street-decoration. I found some nice examples of floristic craftmanship in Ho-Chi-Minh-City…
Pictures from Saigon (Ho-Chi-Minh-City)
Mui Ne (english – new photos)
Mui Ne
A small fisher-village on my way from Hoi An to Saigon. It’s the response of the last years tourism that there are a lot of resorts, restaurants and bars now. And the construction sites won´t stop. Nevertheless, there is some charm left in this town. A lot of fishing boat lying in the harbour and many nut-shell-boats are in a row along the beach. Almost big enough for two fisher and a few nets. The motor of the ship, made from plaited palm leaves is just one paddle. They use a fascinating technique to move forward.

The traditional fishing has a lot oadvantages for the tourists. Short after sunset, a lot of small street-food restaurants open along the beachroad. In front of them are the aquariums from which the living seashells, crabs, lobster, turtles, frogs and fishes trying to escape. You can choose your preference and they immediately start cooking. Right next to the seafood, an alligator get´s roasted on a skewer. For germans, it looks like an “exotic Spanferkel” (piglet on a skewer), but it is standard food for the Vietnamese. 
Blue heaven and a smooth, salty breeze is welcoming the next day. The first kitesurfers occupied the water and as soon as the wind is strong enough, many kites pursuit the absolute chaos in a way of a beautiful dance. This is one of the most tricky spots I´ve ever been surfing to, but if you finally get used to the waves and the wind, it´s one of the windiest and biggest spots worldwide. The international kitescene meets here and they sometimes stay for more than just a few month! You easily get connected to them and start conversations about new tricks, the wind and the kiteboards, which got lost in the big waves.

As endless as the kiters ride their kites up and down the wind, as endless is the road at the coast, which you´ll find if you leave Phan Tiet in southern direction. Using the Motobike is the best way to discover this lonely road and you quickly get a feeling that this is not such a touristic place like Mui Ne. People are friendly waving, smiling and everything looks trapped in it´s own micro-cosmos. A life, which starts every day at it´s beginning. Children, playing near the street, young guys, taking care of the cattle, the old man, sitting in his wooden chair – his face is telling a living story.
The road leads to the biggest and oldest lighthouse of Vietnam. Situated on an island, the warning for ships to avoid the rocky coast. A man on the roadside spotted us and is immediately starting to pursue. After a few hundred meters, he is nearby and gives us a sign to follow him. He takes us to a little restaurant, the menus are Vietnamese there and the visitors locals. We were served drinks and food and get a ship suggested which should bring us to the lighthouse.
Close to our table, the duck get´s plucked. Maybe, they expect us for dinner.
High on the tower, the sparkling sea, the rocks and the Vietnamese coast below, the sun finishes it´s circle and paints the country, the sea and the heaven into nice and warm watercolours. Every single one an effigy for the hopes and dreams of the people far away from the big city’s, searching for a place in the world between history and modernity, culture and business, curiosity and longings.
Mui Ne
Mui Ne. Ein ehemals kleines Fischerdorf auf dem Weg von Hoi An nach Saigon. Der Tourismus der letzten Jahre sorgte für unzählige Hotelanlagen, Restaurants und Bars. Und am gesamten Küstenabschnitt wird weiter gebaut. Dennoch hat die Stadt bis jetzt einen gewissen Charme beibehalten. Im Hafen
liegen kleine Fischerboote vor Anker und entlang des Strandes sind unzählige, nussschalenartige Boote, gerade groß genug für ein oder zwei Personen und ein paar Netze, aufgereiht. Das aus geflechteten Palmblättern hergestellte Bötchen steuern sie mit nur einem Paddel.
Die traditionelle Fischerei hat viele Vorteile für die Touristen. Kurz nach Sonnenuntergang werden die Kohlen befeuert und an der Beachroad öffnet mehr als ein dutzend kleiner, offener Lokale. Vor diesen befinden sich Aquarien, in denen die noch lebenden Muscheln, Krebse, Hummer, Schildkröten, Frösche und Fische ihre Kreise ziehen. Man kann das gewünschte Stück auswählen und es wird frisch zubereitet. Nebenan röstet ein Krokodil am Spieß vor sich hin. Was für westliche Touristen wie ein exotisches Spanferkel wirkt, gehört hier zur Standardverkostung.
Der nächste Tag wird begrüßt von strahlend blauem Himmel und der stetigen Meeresbriese, die für etwas Abkühlung sorgt. Die ersten Kitesurfer sind bereits auf dem Wasser und sobald der Wind stark genug ist, wimmelt es dort von bunten Schirmen, die im Streben nach absolutem Chaos ihren Tanz vollführen. Einer der schwierigsten Spots an denen ich je gesurft bin aber sobald man sich mit den Wellen und dem starken Wind angefreundet hat wohl einer der windsichersten und größten der Welt. Kiter aus aller Herren Länder treffen sich hier um teils mehrere Monate zu verbringen und man kommt schnell ins Gespräch über neue Tricks, den Wind und die in den Wellenbergen verloren gegangenen Kiteboards.
So endlos wie die Kiter am Horizont ihre Bahnen ziehen, so endlos ist die Küstenstraße, wenn man die nahe Provinzstadt Phan Thiet in Richtung Süden verlässt. Mit dem Motobike lässt sich die einsame Straße am besten erkunden und schnell merkt man, dass die Gegend hier nicht so touristisch ist. Menschen winken einem zu, lächeln und alles wirkt gefangen in seinem eigenen Mikrokosmos. Ein Leben, dass sich Tag für Tag von Neuem vollzieht. Kinder, die an der Straße spielen, Jugendliche, die sich um die Kuhherde kümmern, der alte Mann in seinem Holzstuhl, dessen Gesicht von einem lebendigem Leben erzählt.

Die Straße führt zu dem größten und ältesten Leuchtturm Vietnams. Auf einer Insel gelegen warnt er die Schiffe vor der felsigen Küste. Ein am Straßenrand sitzender Einheimischer hat uns als Touristen erkannt, springt sofort auf sein Gefährt und nimmt die Verfolgung auf. Nach ein paar Hundert Metern hat er uns eingeholt und winkt. Wir sollen ihm folgen. Er bringt uns zu einem Straßenlokal, in dem die Speisekarten noch auf vietnamesisch und alle anderen Gäste Einheimische sind. Während im Innenhof die Ente gerupft wird, bekommen wir Getränke und ein Schiff vermittelt, welches uns zum Leuchtturm bringt.
Hoch oben auf dem Turm, das schäumende Meer, die Felsen und die vietnamesische Küste unter sich, vollendet die Sonne ihren Kreis und taucht das das Land und den Himmel in fliederfarbene Pastelltöne. Jeder einzelne ein Abbild für die Hoffnungen und Träume der Menschen abseits der Städte, die versuchen zwischen Historie und Moderne, Kultur und Wirtschaft, Neugier und Sehnsucht seinen Platz in der Welt zu finden.
The bus to Mui Ne (english text below)
Der Open-Tour Schlafbus bringt mich weiter in Richtung Süden. Der Fahrer, eine Hand auf der Hupe, die andere am Handy. Es ist bereits dunkel und das nicht enden wollende Geruckel wirft die Frage auf ob die Straße so schlecht ist oder wir mit der einen Hälfte des Busses im Straßengraben fahren. Die Liegeplätze ermöglichen eine Position von 160 Grad und die Füße kommen in einen kleinen Raum unter dem Vordermann. Sollten wir einen Unfall haben, rausche ich wie Superman durch bis in die erste Reihe. Mein Sicherheitsgurt ist nämlich durchgeschnitten. Macht nix, Superman ist Kult! Das Leder des Sitzes hat Risse, so lang wie der Grand Canyon. Die Schaumstoff-Haltegriffe, von nervösen Reisenden zerfieselt, sehen aus wie Maserungen eines Bambushalms nachdem der Panda eine Stunde drauf rumgekaut hat. Die Nacht lässt mich kein Auge zutun, zu holprig ist die Fahrt.
Am Nächsten Tag ist mir klar, wieso der Fahrer hupt und der Bus so unruhig fährt. Ersteres wegen der waghalsigen Überholmanöver und zweiteres wegen schlechten Straßen, unbefestigten Fahrbahnrändern und der ausgeleierten Federung. Und so holpern wir dahin, immer die nächste Überholmöglichkeit vor Augen. Besser einfach die Augen schließen und warten, was da so kommen mag. Auch 19 Stunden Fahrt sind irgendwann vorbei…
The Open-Tour-Sleepingbus picks me up and we set off in southern direction. The driver, one hand on the honk, in the other his mobilephone, is busy. Outside it´s dark and this never ending rattling makes me wonder if just the street is so bad or if we´re driving beside the road. The seats offer an angle of 160°, the feets are hiding in a little box right below the passanger in the front. If we are involved in an accident, I will act like Superman and fly right through to the first row. My security-seatbelt is cutted. But that doesn´t matter, Superman is an idol! The leather of the seats has slits like the Grand Canyon. The plastic handhold looks like a bamboo-stick, chewed by a panda for a few hours. The jolts won´t let me sleep.
The next day gives me the answer why the driver is tooting and the bus is jolting. Primary because of his suicide overtakes and secondary because of the bad roads, the unfixed roadside and the bad suspension of the old bus. And so we´re stumbling on our way, always the next overtake in sight. Sometimes it´s better just to close one´s eyes and wait for the final destination. Even 19 hours of bustravelling will go by, anytime…
Hoi An, a town like no other (english text below)
Hoi An, ein paar hundert Kilometer südlich von Hanoi gelegen. Eine Stadt wie ein Kaufhaus. Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich so viele Schneidergeschäfte auf einem Platz gesehen. Man könnte jetzt meinen da sind 10 oder 20. Aber nein. Es sind hunderte. Es scheint mir, dass es in Hoi An mehr Schneidereien gibt als ein Elefant Bananen zum Frühstück essen kann. Und ihr wisst wieviel der schafft! Es ist unvorstellbar. Wenn man nicht dort war, glaubt man es nicht. Jeder BWL-Student würde die Hände über dem Kopf
zusammen schlagen. Ist es wirtschaftlich wenn jeder Tourist in der Stadt seinen eigenen Laden bekommt? Nein, aber zuvorkommend, denkt sich der Vietnamese und schneidert, kocht, bäckt. Dem ist es nämlich egal wenn er mal einen Tag nichts verkauft. Da so ein Geschäft gleichzeitig Kindergarten, Esszimmer, Café und Schlafzimmer ist kann man die Flaute aussitzen. Insgeheim glaube ich, wurde den Leuten erzählt, dass bald der große Touristenstrom kommt und drum haben sie sich schon mal vorbereitet. Sie mussten sich schon immer vorbereiten. Erst auf die Chinesen, dann auf die Franzosen, die Amerikaner und jetzt auf die Touristen. Vorbereitung ist ihr Metier, da sind sie Experten. Die Stadt hat viele wunderschöne Gässchen und es gibt sogar ein Mopedfahrverbot in der Innenstadt zu bestimmten Zeiten. Ein Traum! Die Touristenmassen werden also kommen. Bis sie da sind, wird gekämpft. Um Aufmerksamkeit. Schlendert man am Strand entlang und wird von den Restaurantbesitzerinnen entdeckt geht der Spurt los. Hektisch winkend und mit Zurufen wird auf den potentiellen Kunden zugelaufen. Wer das erlebt hat weiß: “Usain Bolt ist ne Schlaftablette”. Meistens kann sich dann eine Frau freuen und die andere geht mit gesenktem Kopf zurück. Macht aber nix, denn der nächste Sprint ist sicher. Und wenn nicht? Na dann ist da ja noch die Holzpritsche mit der Reismatte im Nebenraum. Gute Nacht!
Hoi An, located a few hundred miles south of Hanoi. A town like a shopping mall. I´ve never seen so many tailor shops in my life. Now you will assume that there are ten or twenty. But no, there are hundreds of them. There seems to be more tailors in Hoi An that a elephant can eat bananas for breakfast. And you know how much he can guzzle! It is unbelievable. If you haven´t been there, you are not able to imagine that. Every business-student would throw his hands up in horror. Is it economic to get every tourist his own shop? “No, but obliging!”, the Vietnamese thinks and starts tailoring, baking, cooking, selling… 
It is no trouble for the Vietnamese shopowner if there are no sales at one day because this stores are kindergarten, kitchen, sleeping-room and café at the same time. They can wait. Secretly, I think, somebody told them, that mass of tourists will come in a few days. And so they started preparing. They have been always preparing. First for the Chinese, then the French, then the Americans. That´s their metier, they are experts. The city has a lot of nice, old buildings, romantic little streets and indeed a partly driving-ban for motorcycles. That´s great. For sure, the tourists-invasion will come. And until this day, it´s a fight for attention. If you walk along the beach and you get seen by restaurant owners, they will start sprinting towards you. Frantic motioning. If you see this, you know: “Usain Bolt is a sleeping pill!” Most of the time, there is a lucky and a unlucky ending. Just one can get the customer. But that doesn´t matter. The next run is for sure. And if it takes some time – let´s remember the wooden-lounger with the rice-mat. Good night!
Ha-Long-Bay – a place of wonder (english translation below)
Felsen ragen aus dem Wasser wie riesige Smaragde. Ganz so als wären sie von Hand genau an den für sie bestimmten Platz gesetzt worden. Jeder Stein einzeln bearbeitet und keiner wie der andere. Hunderte, tausende. Das Meer, zwischen den Bergen wie ein Tuch aus Seide gespannt. Stille. Nur das leise tuckern des Schiffsmotors, der die Hügel sanft am
Boot vorbeiziehen lässt. Es ist keine Halluzination, es ist ein Fleckchen Erde. Entstanden aus den gleichen Stückchen Sternenstaub wie der Rest der Welt. Das Wasser, die Steine, die Pflanzen und die Luft. Das alles gibt es auch anderswo. Doch die Anordnung der Elemente an diesem Ort erweckt Magie. Der Nebel, der das Licht der untergehenden Sonne verschluckt, die Stille des Wassers, der Adler, der hoch oben seine Kreise zieht. Kaum zu glauben, dass diese mysthische Landschaft durch die Gezeiten, den Wind und die Gischt geschaffen wurde. So fahren wir dahin, den Blick auf den Horizont gerichtet und plötzlich weiß man wie sich die ersten Entdecker gefühlt haben müssen. Man spürt den Drang der aufkommt, wissen zu wollen was da wohl ist, hinter dem nächstem Felsen, in einer der unzähligen Höhlen, am Ende des Horizonts…
The english expression:
Rocks, as high as skykrapers, rising out of the water like green diamonds. It seems that someone placed them exactly there. Every formation is unique, no one like the other. Hundreds, thousands. The sea, between the mountains, like a silk tissue. Silence. The calm hum of the ship´s motor is the only sound. The rocks passes slowley. It is no imagination. It is a place on earth. Non of the substances has changed. The water, the stones, the plants and the air. You can find this things all over the world. But the arrangement of these elements rouse magic. The fog, which swallows the light of the falling sun, the calmness of the water, the eagle, high above in the sky. Unbelievable, that this mystic landscape is created by the tide, the wind and the weather.
And so we are on our way, in front of us the eye-catching horizon and suddenly I know, what this feeling was, which the first discoverer of the old world must have had. The driving questions, what is behind the next rock, what is in these caves, what comes after the horizon…
Tourism in a different way – A story about Bloom-Microventures
Today I took a bus tour with five other people to a remote area outside of Hanoi. The village, which we visited is called Phu Minh, and is situated in a poor countryside district . The very special thing belonging to this trip, is that we don´t travel for touristic reason only. There is much more complexity in it.
The firm is a “non-profit-organization” and is willing to give small loans with a fixed one-percent return-rate of the summary, which is more a symbolic worth compared to the normal credit-interests.
The loans are given to people which are called poor, because they must live with less than 19 $ per month.
Following reasons make micro credits important:
– people have no security, as for instance a regulary income, or land so they are not suitable customers for the big banks
– they live in remote areas, far away from any city where there are no banks
– microcredits are just not of economic importance for a common bank
Families are able to buy a pig, for instance, and build up a “micro company”, breeding pigs, sell them and pay back the loan with a part of the profit. That´s how it works.
en hills sourrounding us.Thanks, cảm ơn, merci, danke!
On Jan. the 16th 2013, I went to Hanoi, Vietnam. Without knowing anybody, without knowing what was waiting for me there.
Today, the 26th of Jan. 2013, I´m going to leave this city. Together with a full backpack of emotions, great experiences and the reminding of these amazing people I´ve met there. I am so grateful for this time and my special thank goes to Linda, she was the first brick to help me building these unbelievable nice house, full of admirable experiences. Thanks also for Thuy, who took me through Hanoi on the Vespa-Motobike, never using the horn. (Yes, I noticed that!) A very outstanding quality!
Thank you guys for showing me all this special places, from french cafés to vietnamese streetfood, from the cinema to the romantic streets.
Thanks also to the vietnamese tourist students, Hoa, Ha, and Dinh, who took me to the women museum and several other places, improving their english and my knowledge of the vietnamese culture! Take care!
Maybe, the tips of our wings will touch again someday… Thanks.
Eine etwas andere Form des Tourismus
Der heutige Tag entführt mich in einem Kleinbus in die ländliche Gegend von Hanoi. Das Dorf, welches wir besuchen trägt den Namen Phu Minh. Das besondere an dieser Reise ist, dass es sich nicht um eine touristische Attraktion im eigentlichen Sinne handelt. Der Hintergrund ist um ein vielfaches komplexer.
Die Firma Bloom Microventures veranstaltet diesen Trip einmal in der Woche und versteht sich eigentlich auf eine ganz andere Form wirtschaftlichen Handelns.
Mikrokredite.
Eine kurze Erklärung:
Das Unternehmen versteht sich als “Non-profit” Organisation und vergibt Kredite gegen eine Verzinsung von gleichbleibenden 1 % der Kapitalsumme. Mehr ein symbolischer Wert wenn man ihn mit den üblichen Darlehenszinsen vergleicht. Die Kredite werden an Frauen vergeben, die sich in der örtlichen Frauengruppe zusammenschliessen. Was bedeutet, dass sie in ländlichen Gegenden Vietnams, wie Phu Ming, von unter 19 Dollar pro Monat leben müssen.
Aus folgenden Gründen ist Microfinance für Menschen notwendig:
- die Personen haben keine Sicherheiten wie z.B. einen festen Job oder anderweitig regelmäßiges Einkommen, Grundbesitz usw. und werden deshalb nicht von Banken bedient
- in den ländlichen Gegenden, fern ab jeder Großstadt stehen keine Banken zur Verfügung
- Kleinkredite sind für große Banken schlicht unrentabel
Aus diesem Grund sind Organisationen wie Bloom wichtig für die ländliche Entwicklung in Staaten wie Vietnam. Wie aus der Bezeichnung Mikrokredit schon erkenntlich, handelt es sich um Geldbeträge um die 100 USD, welche in einem Zeitraum von einem halben bis zu einem Jahr zurückgezahlt werden können. Für uns ein lächerlicher Betrag, doch wenn man im Monat als Familie nur durchschnittlich 19 USD zur Verfügung hat ist das Verhältnis ein anderes. Trotzdem schaffen es fast alle Frauen, die von Bloom Microventures einen Mikrokredit erhalten, diesen in der vereinbarten Zeit zurückzuzahlen! Die Familien können sich dadurch beispielsweise ein Schwein kaufen und Stück für Stück ein kleines Mikrounternehmen gründen, Schweine züchten, verkaufen und den Kredit zurückzahlen. So funktioniert es.
Das Spezielle an Bloom Microventures ist nun, dass sie dies mit nachhaltigem Tourismus verbinden und sich dadurch selbst finanzieren. Regelmäßige Touren finden einmal in der Woche statt und dieses mal bin ich mit dabei um euch zu berichten.
Wir verlassen Hanoi auf einer brandneuen Autobahn in Richtung Phu Minh, auf deutsch Wissen und Zufriedenheit. Links und rechts unserer Straße ragt der Beginn des neuen Vietnam in die Höhe. Baukräne, halbfertige Hochhäuser und Wohnsiedlungen soweit das Auge reicht. Nach ein paar Minuten setzten wir die Fahrt auf Landstraßen fort. Reisfelder in denen Menschen mit ihren Wasserbüffeln die Saat vorbereiten und viele grüne Hügel prägen die Landschaft. Eine Stunde später erreichen wir das Haus der Kreditnehmer. Die Familie lädt uns zum Tee in Ihr Wohnzimmer. Das Haus wurde erst vor einem Jahr mit Hilfe des Kredits neu erbaut. Stabile Betonbauweise, einfach eingerichtet. Es gibt keine Heizung und das Bett ist lediglich ein Holzgestell mit einer Bambusmatte. Es reicht zum Leben. Vor dem Haus gibt es einen Gemüsegarten, im hinteren Bereich Obstbäume, zwei Wasserbüffel, einen Hasen und viele Hundebabys. Und nicht zu vergessen das Schwein. Es liegt separat in seiner Behausung und gibt wehklagende Laute von sich. Es ist schwanger und wird, wie wir später von unserer Reiseleitung erfahren, neun Schweinejungen gebären. Es läuft gut für die Familie.
Oft ist es eben nur der Anreiz, der fehlt, um einem kleinem Familienunternehmen die Möglichkeit zu geben, sich in einer menschlichen Art und Weise selbst zu versorgen. Der Herr des Hauses, welcher bereits im Vietnamkrieg gedient hat, lässt meine Hand nicht mehr los und besteht so sehr darauf mit mir an seinem Tisch Tee zu trinken und so setze ich mich noch einmal mit ihm ins Wohnzimmer. Mit breitem Lächeln und der Teetasse in der Hand lässt er ein Foto von uns machen. Dann muss ich noch einmal Maiskolben mit ihm bearbeiten und es ist soviel gutmütiges und dankbares in seiner Körpersprache, dass es nicht von Nöten ist, seine Sprache zu sprechen um seine Gedanken zu erahnen. Unglaublich liebenswerte Menschen. Wir müssen dann gehen, auch wenn er mich nochmals für ein Familienfoto zurückzuwinken versucht, der Rest der Gruppe sitzt bereits im Bus.
Unser weiterer Weg führt uns zu einer lokalen Klinik. Im Garten befindet sich ein riesiger Kräutergarten mit Schildern, welche die medizinischen Einsatzmöglichkeiten der Gewächse beschreiben. Eine sich selbstauffüllende Apotheke direkt vor der Haustüre. Genial. So etwas ist unvorstellbar in unserer von Lobbyisten getriebenen pharmazeutischen Chemieküche. Wie auch soll ein Kraut besser helfen als Montrivax 6900?
Ein Abstecher in der örtlichen Schule und bei der ortsansässigen Besenmanufaktur, in welcher ein dutzend Frauen von Hand eine Art Reisigbesen für den Export nach China herstellen, rundet den Tag gekonnt ab.
Die Geschichte die sich Bloom Microventures hier ausgedacht hat ist clever, nachhaltig und sehr human. Tourismus der seine Spuren nicht in der Landschaft hinterlässt, indem er die Entstehung von Massentourismus vermeidet, sich selbst finanziert ohne die finanziell schwachen Kunden zu belasten und dabei noch Arbeitsplätze in der Bevölkerung schafft. Solche Vorhaben erfordern Mut zur Innovation, Durchhaltevermögen gegenüber der Bürokratie, Hartnäckigkeit gegenüber Kritikern und vor allem Ausdauer. Vertrauen muss aufgebaut werden, alle Kunden persönlich betreut und bürokratische Hindernisse überwunden werden.
Abzuwarten bleibt, ob und in wie weit sich das Management dem Konzept verschrieben fühlt, sobald mehr Kunden kommen und das große Geld lockt und ob die Kreditkunden dann zu mehreren Touristen-Besuchen herhalten müssen. Doch ich bin guter Dinge, dass die Menschen, die dieses tolle Konzept erfanden auch den Mut haben ihren Werten treu zu bleiben und damit den Einwohnern eine Hilfe, der Natur eine Wohltat und den Menschen der Welt ein Vorbild sind.


The elephant and the bananas – english version
Bananas? Oh, dear, you will find a lot of them here. And Elephants? Yeah, there are some elephants! Luckily there are more elephants than banans, because if you can see how many bananas such a longtrunk can eat, oh, thats a pity for the little yellow fruits. As for the bananas I´m eating in a year, an elephant would never be stuffed. Well, so you are thinking now, I´m eating at least 300 bananas in one year. But, 300 bananas, the elephant eats them for breakfast! Without hesitating. I´ve seen it for myself. If it is really hungry, it will not even peel it! The dumbo eats it whole. For that reason, it is a problem if you go through the jungle with the elephant. Because if it sees a banana. Oh oh oh. Then, it is going to be a slim gazelle. No way to stop it.
Well, you really have to know, that the elephant and me, that´s kind of a competition. That he is not able to notice this, I brought him a lot of bananas. Let´s say, I offered him peace.
Maybe, he will then grow a little bit.







































































































