Gedanken

Ist man auf Reisen und vergleicht man da die Bekanntschaft zu neuen Menschen mit dem Fluss der Gedanken könnte man meinen: So manche kommen, so manche gehen.
Doch manchmal, wenn auch sehr selten, ist das anders. Einige Menschen bleiben und werden zu unseren Gedanken.

Deswegen sollte man sie immer zu Ende denken. Die Gedanken –  und die Menschen.

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Prostitution in Sweden – clash of cultures

Business as usual in Germany, outlawed in Sweden.
Prostitution.
Pretty much as it is a quite common thing for Germans, that we have the Reeperbahn in Hamburg and some offers on two feet at Hansastraße Munich, it differs in Sweden. Since 1999, a law brings social changings. Officially, there are no street-walkers´ patches, no Bordells, no questionable offers in the newspapers.
The regulation prohibits to buy Sex. Remarkable is, that just the Person who buys gets in conflict with the law. The one who prostitutes him or herself is free of charge. That desicion goes back to the consideration, that the Prostitute is always the one who regrets. Not just womens right movements see the women without exeption as victims of the situation.
Every Swede has its own opinion regarding this issue and in conversations with civilians, police officers and social dedicated persons, my impressions deepens. Almost nobody has ever met a girl who could give a convincing explanation that she has fun selling her body for money.  Most of the time, sexual abuse, drugs, crimes, neglicence, inferiority feelings, exploitations and helplessness are the sad backround.
Woman can earn a lot of money. But most of them don´t know how to make clever investments. Usually they spend their bucks for luxury things they don´t need, hoping it helps to forget their souls stinging pain. The money vanishes, the sorrow stays. A vicious circle.

Offers swiched to the internet. And there you can find the some of the most crucial criminals. Human traffickers.

They organize the world wide trafficking network. You can´t see it, you cant hear it. But nevertheless, there are more women kidnapped and decoyed than ever before. Criminals earn millions of dollars with it.
Girls, most of them attracted by good job-possibilities in european countries as hairdresser, maid or geriatric nurses get dramatically exploited afterwards. Drugged, humiliated, raped and robbed of their physical and mental identity. Their ability to lead a normal life is forever, irrecoverale lost.
A complete restriction on prostitution – in Germany as in the most European countries unimaginable.
Is such a prohibition desirable? To be honest, until my visit, I rarely got in touch with this issue. Starting with a big political and social discussion, the Swedish people doing their 15-year summary. It is both, positive and negative. There were a lot of changes in the society. When somewhere else, men are chattering about what Etablissement they should visit next, it is a taboo in Sweden. Almost nobody commits to have sex for money. Punters, men paying for sex, who get caught by the police during their attempts often confess. That gives them the advantage not to go to court what would be ashaming in Sweden.
Studies concerning that matters, bring the results, that the number of young men, taking the chance of buying sex are decreasing since the law was official.  A success? According to the supporters of the restriction – “yes”. But there are also negative aspects like to small charges and punishments, human trafficking as a enduring problem and there is still a lack of surveillance. But the pessimists concerns like for instance: “There will be an increasing of sexual abuse and rapings hasn´t become true. Like the expectation was, there are fortunately some more steps to take from the level of buying sex to being a rapist.
This report shouldn´t be an appell to the conscience. Nor a strong position, neither given results or recommendings about the right way. But this story should create the impression of how it could be the other way. A alternative of the social way of acting with this problem. And it should give an impression how a law can affect the society.
We should be able to diversify our own view on our social environment. Start thinking. Thoughts about our decisions and our attitude concerning a life in our society on one hand and peoples way of thoughts on the other hand.

Sweden and Germany are similar in many points. And then – that big difference and the missing acknowledge of that what we call “Normal Life”. How is such a big changing possible. There are lots of debates and you can´t never find a clear “Yes” or “No”.
But there is a personal opinion. And an opinion is indeed what everybody of us shout have at least.

To create some hope for the almost forgotten ones…

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Prostitution und Menschenhandel – ein kultureller Vergleich

In Deutschland ein Stück Normalität, in Schweden sozial geächtet. Prostitution.
Während die meisten der Deutschen Bürger es als selbstverständlich ansehen, dass zu Hamburg die Reeperbahn und zu München heiße Angebote auf zwei Beinen in der Hansastraße gehören, sorgt in Schweden seit dem Jahre 1999 ein Gesetz für gesellschaftlichen Wandel. Offiziell gibt es keinen Straßenstrich, keine Bordelle, keine fragwürdigen Zeitungsanzeigen.

Die Verordnung verbietet Sex gegen Geld. Beachtlich ist, dass sich nur der Käufer strafbar macht. Die oder der Prostituierte bleibt frei von allen Sanktionen, denn sowohl soziale, staatliche Organisationen als auch Frauenrechtsbewegungen sehen Prostituierte ausnahmslos als Opfer der Situation. Durch das Gesetz soll sie vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt werden.
Jeder Schwede hat dazu seine eigene Meinung und spricht man mit Bürgern, Polizisten und sozial Engagierten wird deutlich, dass niemand von ihnen jemals eine Frau getroffen hat, welche nach längerem Befragen bei der schnell geäußerten Aussage geblieben ist, es freiwillig zu tun.
Viel mehr stehen hinter dem Eintritt in die Prostitution sexueller Missbrauch, Minderwertigkeitsgefühle, Drogen, Gewalt, Vernachlässigung, Ausbeutung, Hilflosigkeit.
Die Frauen verdienen teils viel Geld mit dem Verkauf ihres Körpers. Um den seelischen Schmerz zu ertragen kaufen sie sich Luxusgegenstände die sie nicht brauchen um den Schmerz für kurze Zeit vergessen zu können. Das Geld geht, der Schmerz bleibt. Ein Teufelskreis.
Ein komplettes Verbot der Prositution – in Deutschland wie in den meisten europäischen Ländern mit einigen Ausnahmen kaum vorstellbar.

Wäre das überhaupt erstrebenswert? Wenn man nicht in dieses Land reist und die Diskussionen aufgreift, wird man kaum mit der Thematik konforntiert.
Anfänglich als große politische Diskussion begonnen, ziehen die Schweden nach 15-jähriger Geschichte ein Resumée.
Dies ist sowohl positiv als auch negativ. Gesellschaftlich hat sich viel verändert. Wenn anderswo beim Nachmittagslunch zwischen Männern über den nächsten Ausflug in nahegelegene Etablissments gesprochen wird, ist dies in Schweden inzwischen verpöhnt. Kaum jemand gibt freiwillig zu, käuflichen Sex zu bevorzugen. Freier, die beim Anbahnen eines Schäferstündchens von der Polizei erwischt werden, legen meist ein Geständnis ab. So kommen sie meist mit einem Strafbefehl davon und entgehen der Schmach einer Gerichtsverhandlung. In Schweden eine Schande.

Dass zwar ein Auftreten als Freier, nicht jedoch das Anbieten von Prostitution unter Strafe steht sorgt dennoch für kontroverse Diskussionen. Wäre es nicht auch eine Möglichkeit, die Frauen zu schützen, wenn sie erst gar nicht die straflose Möglichkeit hätten, ihre Dienste anzubieten? Die Meinung dazu ist kontrovers.

Der Markt der frivolen Angebote hat sich derweil weiter ins Internet verlagert. Dies liegt auch daran, dass es eine gute Möglichkeit entstehen lässt, sich mit Suchenden unerkannt und ohne öffentlich auftreten zu müssen, verabreden zu können. Und es bietet eine gute Plattform für eine der skrupellostesten Verbrecher dieser Welt: Menschenhändler.

Frauen, vorwiegend unter einem Vorwand ins Land gelockt, dort als Altenpflegerin, Frisörin oder Haushaltshilfe Arbeit zu finden, werden drastisch ausgebeutet, unter Drogen gesetzt, erniedrigt, missbraucht – versklavt. Die Täter berauben sie stichwörtlich ihrer körperlichen und psychischen Identität und hindern sie oft für immer und unwiederbringlich daran ein normales Leben zu führen.

Eine Studie die sich mit dem Thema befasst, kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Rate der Männer, welche in jungen Jahren käuflichen Sex erwirbt in den Jahren seit Einführung des Gesetzes drastisch verringert hat. Ein Erfolg? Wenn es nach den Meinungen der Befürworter geht durchaus. Doch noch immer gibt es negative Aspekte. Zu wenig Überwachung, zu geringe Strafen für die Gesetzesübertretungen, weiterhin bestehender Menschenhandel und ein Abdrängen der Szene auf nur schwer zu kontrollierende Internetseiten mit Server im Ausland. Doch die Anfangs von vielen Kritigern gern gesehene Botschaft, dass es ohne die Möglichkeit, bezahlten Sex zu erlangen eine drastische Steigerung der Missbrauchsraten geben wird, erfüllte sich nicht. Wie zu erwarten liegt zwischen käuflichen Gelüsten, Enthaltsamkeit und der Fähigkeit, einem Menschen diese schlimme Bürde der Vergewaltigung aufzuerlegen glücklicherweise noch ein weiter Weg.

Dieser Bericht soll keine Hommage an das Gewisssen sein. Keine Parteiergreifung, keine vorgefertigte Lösung.
Aber er soll aufzeigen, dass es auch anders geht, er soll erkennen lassen wie wandlungsfähig eine Gesellschaft sein kann und wie stark Gesetze unser Zusammenleben bestimmen.
Wir sollten im Stande sein, einen diversifizierten Blick auf unsere Umwelt zu werfen. Zur Gedankenanregung. Gedanken über unsere Entscheidungen und unsere Einstellung zum Leben in unserer Gesellschaft einerseits und über  gesellschaftlichen Wandel andererseits. Schweden und Deutschland sind sich in vielen Punkten sehr ähnlich. Und dann diese Diskrepanz durch die fehlende Anerkennung des für uns Alltäglichen. Wie ist solch eine Wandlung möglich?

Es gibt kein Richtig oder Falsch. Es gibt kein klares Ja oder Nein. Aber es gibt eine persönliche Meinung zu Problemen in unserer Gesellschaft. Und zumindest diese Weitsicht sollte jeder von uns besitzen.

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Hoffnung…?

Mosaic of Memories

Sometimes, I just close my eyes.

Especially when I am at a wunderful place, first time in life.  I did it many times – in front of nature miracles like the Glaciar Perito Moreno, the Ha Long Bay or great places like the Chapmans Peak Drive or even when I was facing a nice sundowner at camps bay, SA.
I closed my eyes and I switched into imagination. I tried to create the same scene witch was surrounding me. I imagined – how would this place look like if I open my eyes again in a few moments.

Sometimes, I close my eyes. So do I today.

Calmly meditating, I feel the slightly breeze, realize its salty taste, hear the voices of the city and try to imagine. I try to conceive the houses red bricks in front of me, the nice shaped ornaments, the hill and the park with the monument I´m standing on. The warm orange lights whitch shine out towards me. I imagine the cars driving around, searching its way through the dark and the people hiding behind thick jackets, standing the cold.
Then… I open my eyes again and I find myself right where I´ve expected to be. Seems like nothing has changed.

 But thats ain´t the truth. My mind has changed. From now on, this imagination has a little place in my head, like a spot in an Mosaik, and whenever I like, I can call for it and make it real. But I´ve conserved not just the view. I remember the feelings that had surrounded me, the noises of huge ice, breaking down from the glacier, the birds songs, flying at Camps Bay Beach, the absolute balance, created by the rocks of the the Ha Long Bay, the odors, peoples chattering… Just a moment of imagination awards me with a lifetime memory.
This time it is Göteborg, Sweden. I close my eyes again. Just one more time. Can you imagine?

There it is. One more colorful stone in my selfmade mosaic of memories.

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Menschen gehen – und mit ihnen die Erinnerung

Es war ein langes Gespräch. Eine Runde junger Leute sitzt am Tisch und lauscht gespannt seinen Ausführungen. Keiner kennt ihn so recht, aber das was er erzählt ist packend, mitreißend – emotional.

Die grauen Haare, sanfte Stirnfalten, die gealterte Stimme. Alles deutet auf sein Alter hin. Seine hellwachen Augen, die Leidenschaft mit der er erzählt und die Lebenserfahrung die aus seinen Sätzen spricht wirkt hingegen erfrischend jung. Der Mann ist 85 Jahre. Mit nachdenklichen Worten erzählt er von Krieg, den Wirren, Ängsten aber auch von den glücklichen Momenten dieser Zeit. Er erzählt die Geschichte als er mit 16 Jahren und zig andren als letztes Aufgebot im Volkssturm einen aussichtslosen Kampf gegen übermächtige Panzereinheiten antreten sollte. Wie er glücklich verschont wurde. Vom Auffinden seines unversehrt gebliebenen Elternhauses. Als er in den zerstörten Stadtteilen Granatsplitter sammelte. Nebenan brannten noch die Ruinen.

Es sind die letzten Jahre, in denen wir noch die Möglichkeit haben, mit Zeitzeugen zu sprechen, die diese schrecklichen Momente am eigenen Leib erleben mussten. Es sind nur noch wenige von ihnen unter uns. Wir, unsere Kinder werden später alles in Geschichtsbüchern nachlesen können, aber in das Gesicht eines Menschen zu blicken, während er seine Angst schildert, die er hatte als er zusammen mit der Familie, mit Freunden und Nachbarn bei vollkommener Dunkelheit im Keller saß. Oben über ihnen die Geräusche von berstenden Balken, von fallenden Trümmern. Die Geräusche des einstürzenden Gebäudes über ihnen – als die Bomben fielen und die Welt zusammenzubrechen scheinte

Diese glasigen Augen, diese Authentizität, das kann kein Geschichtsbuch.

Doch jene Menschen scheiden aus unserer Welt – und mit ihnen ihre Erinnerung.

Die Gedanken verschwinden zunehmends, ihre Schätze wie Lebensweisheit, Erfahrung und Gefühle verblassen. Unsere Welt verliert an Erfahrung.

Wir kennen die Zeit nach dem Krieg. Den Wiederaufbau, die Hoffnung, die Welt des Luxus. Die Zeit im und vor dem Krieg ist uns inzwischen so fremd wie das Leben ohne Essen, ohne, Elektrizität, ohne Kommunikation. Ja wir verdrängen es. Sind wir davor gewahrt, das es nicht wieder einmal so kommt?

Wir begegnen so oft alten Menschen, sie sagen, dass sie bald nicht mehr sind, dass ihr Leben vorbei ist, das sie bald gehen werden. Und wir – verdrängen. Wollen es nicht wahr haben. Lenken ab. Denken an etwas anderes.

Diese Menschen haben Recht. Sie werden gehen. Und wir sollten nicht versuchen diese Tatsache aufs Abstellgleis zu schieben sondern ihnen die Möglichkeit geben, an ihrem Leben teilzuhaben solange wir noch können. Die richtigen Fragen zu stellen.

Erzähl mir, wie war dein Leben?”

Mit der Anwort wird auch ihre Erinnerung und ihre Erfahrung in uns weiterleben. Und die Menschen werden dankbar sein, sie mit uns zu teilen, sie uns mitzugeben zu können.

Diese Menschen sind nicht einfach nur alt, vor allem sind sie unglaublich weise. Öffne dich ihnen und du könntest nochmal ins Staunen geraten.

Es ist eine Möglichkeit. Vielleicht die Letzte.

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Twenty-six windows to catch the sunset….

Wäre es nicht erstrebenswert mal wieder einen Gang zurückzuschalten? Das Leben einfach an einem vorbei- springen, hüpfen, tanzen -

an einem vorbe i  z  i  e   h   e    n           zu lassen?

Nur auf den Horizont zu achten um zu registrieren, dass gerade nichts AUFregendes passiert?

Am nächsten Morgen aufstehen und feststellen, dass alles noch so ist wie am Tag zuvor? Als wäre die Zeit stehen geblieben. Sich mit einer Tasse Tee auf die Holzdiele setzen, die Füße baumeln lassen und feststellen, dass sich nichts verändert hat außer die Ruhe, die Gelassenheit, der innere Friede in uns selbst?

Bräuchten wir nicht alle manchmal genau so einen Ort, an dem wir einfach wir selbst sein können. So weit weg von all den Verpflichtungen, die unsere kindlich naive Phantasie vom schönen Tag so in die Ecke drängen? Ein Ort, der die wunderbare Eigenschaft hat, auch die schönen Momente zu sehen, welche uns eben gerade nicht aufregend erscheinen. Dabei können diese umwerfend spannend sein…

Zwei Menschen zeigen uns wie so etwas aussehen kann. Nehmt euch ein paar Minuten, entfacht euer Herz mit einem Hauch Romantik und wenn ihr heute Abend die Augen schließt, dann entführt euch die Phantasie zu eurem eigenen

Haus am See…

DAs VIdeO:

und die passenden Bilder dazu:

http://homes.yahoo.com/photos/photos-nick-olson-and-lilah-horwitz-s-glass-house-in-the-woods-slideshow/

Ein Diebstahl und seine Folgen…

Es ist 19.55 Uhr und ich stehe im Supermarkt beim Bäcker. In zehn Minuten werde ich zuhause sein, mir ein kühles Getränk aufmachen und meine Zähne zwischen Olivenbrot und Heukäse hin und her baumen lassen. Wäre da nicht dieser Diebstahlwarner der hinter mir an der Kasse Alarm schlägt. Mein Blick fällt auf eine Dame Mitte 30, welche versucht sich unauffällig an der Kasse vorbei zu schleichen. Doch der schrille Alarmton bündelt die Blicke der um sie stehenden und lässt die Unscheinbarkeit verpuffen.

Die Unsicherheit steht ihr ins Gesicht geschrieben. Sie blickt zu Boden und eine Strähne ihrer schwarzen Haare fällt auf ihr Gesicht. Die Kassiererin fordert sie auf, noch einmal durch das Sicherheitsmodul zu gehen. Es blinkt und pfeift erneut.

Sie hat gestohlen.

Man muss kein Detektiv sein um das zu erkennen. Sie will sich zurück in den Warenbereich schleichen. Um dort die Sachen ungesehen zurückzulegen? Die Kassiererin fordert sie auf an der Kasse zu bleiben und ruft nach dem Chef.

Ohne mir viele Gedanken zu machen, bezahle ich mein Brot und gehe zum Ausgang. Einer von tausenden Ladendiebstählen, was solls.

Draußen angekommen will ich mein Fahrradschloss lösen und sehe durch die Glasscheibe vor mir die Frau mit samt ihren drei Tüten in einem unbeachtetem Moment die Flucht antreten.

Ich fordere sie auf stehen zu bleiben. Sie läuft schneller. Und da ist es, mein Problem. Ich kann nicht zusehen wenn etwas Unrechtes passiert. Und schon gar nicht wenn jemand von mir wegläuft. So laufe ich also hinterher. Zehn Meter später habe ich sie eingeholt, spreche sie an und halte sie fest.

Sie fühlt sich sofort ertappt, sagt sie hätte nichts geklaut und versucht sich los zu reißen. Alle meine Forderungen, dass sie mit mir in den Laden gehen soll, verneint sie und versucht weiterhin davon zu kommen. Vielleicht hätte ich sie sogar gehen lassen, vielleicht hätte ich nichts weiter gemacht. Nur eine Erklärung war sie mir schuldig. Es ist die Boshaftigkeit in ihren Augen, die meinem guten Willen entgegen läuft und so informiere ich die Polizei.

Und die kommt erst mal nicht. Und so steh ich nun. Mit einer inzwischen extrem renitenten Dame, die sich ständig losreißen will, um Hilfe schreit und die ich inzwischen schon mit Gewalt an die Wand des nahen Gebäudes drücken muss. Aus dem Laden ist niemand gefolgt. Zig Leute gehen von der U-Bahn nach Hause, kommen an mir vorbei und schauen mich an als wäre ich ein Gewaltverbrecher. Ich freue mich über die Münchner Zivilcourage, auch wenn sie höchst unpassend ist. Alle paar Sekunden muss ich mich erklären, warum ich das schreiende Paket vor mir nicht los lassen will, dass inzwischen ihren Kopf gegen die Wand schlägt. Will sie mir später ihre Verletzungen zurechnen? Es regnet. Ja, es regnet, die Leute schauen mich entsetzt an, ich halte eine Ladendiebin fest, der ich in kürze den Arm brechen werde wenn sie nicht aufhört sich zu wehren und von der Polizei keine Spur. Meine Bäckertüte ist durchnässt, das Brot wurde wieder zu Teig.

Zehn Minuten später habe ich ein paar Passanten für mich gewinnen können, die mir beistehen und durch ihre Anwesenheit die Last des Verbrechers von mir nehmen, nachdem ich ihnen erklärt habe was passiert ist.

Und dann kommt auch die Polizei, die Frau beginnt zu weinen und sagt, dass sie nicht ins Gefängnis will, da sie nur auf Bewährung draußen ist. Der Sachverhalt wird geklärt und ich kann nach Hause fahren.

Hat sich das gelohnt?

Der Supermarkt wäre wohl nicht pleite gegangen, wenn sie entwischt wäre. Die Frau muss vielleicht zuhause ihre Kinder ernähren und ich habe sie jetzt der Polizei übergeben, möglicherweise nur deshalb weil sie ein paar Lebensmittel geklaut hat. Eventuell hat sie keine Aufenthaltsgenehmigung und wird jetzt abgeschoben. Und 15 Minuten lang haben MICH die Leute angestarrt wie einen Verbrecher.

Hat sich das Drama gelohnt? Nur wegen einem Diebstahl?

Eine Streitfrage. Doch wie würde wohl unser Zusammenleben aussehen, wenn alle Werte die wir besitzen, also auch die scheinbar verzichtbaren wie Anstand und Ehrlichkeit her schenken. Wenn wir wegsehen, wenn wir sie ziehen lassen wie einen Umstand, der uns gerade nicht in den Sinn passt. Schlittern wir dann nicht noch mehr in eine Gesellschaft, in der jedem alles egal ist, in welcher der eine nicht wissen will, was der andere tut und wir alle in einer Seifenblase aus Gleichsinn durch den Nebel der Belanglosigkeit schweben?

Ich werde es wieder tun. Selbst wenn ich es nicht wollte, ich kann nicht anders. Ein so tief in mir sitzender Drang nach Gerechtigkeit, den ich nicht abschalten kann. Das wird sich nie ändern. Und ich werde mich danach wieder fragen ob es richtig war. Und solange man sich diese Frage stellt, wird man seine Standhaftigkeit bewahren. Denn man zieht die Grenze jedes Mal neu. Unser Gerechtigkeitssinn sucht ständig nach Referenzen. Zwischen dem was richtig und dem was falsch ist. Eine schwer zu definierende Grenzlinie. Nur dieser stetige Gedanke kann die Zacken des Zweifels verwischen.

Halten wir ihn lebendig.

Sie experimentierten…

Unsere Vorfahren experimentierten mit der Natur. Schon seit Jahrhunderten. Sie änderten Temperatur, Zusammensetzung, Herstellungsdauer, Zeit, Größe, Gewicht, Aussehen, Form –  in Nuancen. Mit viel Bauchgefühl. Seit Jahrhunderten experimentieren sie. Und die Jahrzehnte lange Hingabe hat Dinge hervorgebracht, die der Perfektion gleich kommen. Delikatessen, Gaumenfreuden, Festtagsessen.

Sie verwenden für unsere Grundnahrungsmittel schon immer die gleichen Herstellungsweisen. Seit Jahrhunderten.

Und wir – unsere Generation – schafft es, den Wert dieses Schatzes innerhalb weniger Jahre zu Staub zu zermahlen. Wir verwenden Kunstsauerteig für unser Brot, erfinden Analogkäse aus Milcheiweiß und Zusatzstoffen und den Schinken kleben wir mit Transglutaminase zusammen.

Warum? Weil es im Regal ein paar Prozent weniger kostet schütten wir lieber ein paar Tropfen aus dem Reagenzglas in unser Essen als die Arbeit eines Menschen zu würdigen, der frühmorgens nur für uns aufsteht um uns etwas Erstklassiges zuzubereiten.

Wir alle essen gerne kostenlos. Doch essen wir auch gerne umsonst? Ist Essen nur Überleben oder ist essen Erleben? Ist die Zeit die wir mit dem Essen verbringen verlorene Zeit oder könnte jeder Biss ein Stück erholsame Zeit in unseren gestressten Alltag bringen?

Wer die Alltagsausrede “Es gibt ja schon nichts anderes mehr als chemikalisch aufgerüstetes Wunderessen!“, benutzt, liegt nur nahe an der Wahrheit. “Es wird bald nichts mehr anderes geben!”, trifft sie auf den Punkt. Wir müssen über unseren eigenen Schatten springen. Nicht nur als Verbraucher sondern auch als der Student, der in einigen Jahren als Führungsperson in der Lebensmittelindustrie arbeitet, als Elternteil, das ihr Kind am Drive In bestellen lässt, wo ihm die Stimme aus dem Lautsprecher die traditionellen Werte über unser Essen erklärt, als Freund, der seinen Begleiter überredet, den Fabrikbäcker links liegen zu lassen und einen Umweg zum Familienbetrieb mit eigener Herstellung zu machen, als Kantinenwirt, der jeden Tag für 1500 Menschen das Mittagessen zubereitet.

Wenn wir das Förderband weiterhin laufen lassen und unsere Lebensmittel nicht beim Handwerk kaufen sondern des Preises wegen NUR in der Fabrik vom Band kratzen, werden auch noch die letzten richtigen Bäcker ihren Laden schließen, die kleinen Käsereien von der Industrie aufgekauft und zu Massenfertigung erzogen und die übrig gebliebenen Metzgereien ihre Eigenschlachtung aufgeben müssen.

Es liegt wiedereinmal an uns zu handeln. Nicht nur heute. Sondern jeden Tag.

Essen ist eine Einstellung, ein Lebensgefühl, ein Handwerk, eine Kunst! Kein, sich aufdrängendes, schnell und billig zu stillendes Bedürfnis.

Wir müssen keine alleshinterfragenden Übermenschen werden, die jede Kaufentscheidung wissenschaftlich nachvollziehen wollen.

Wir müssen nicht alle Verfechter von 100% Bio werden oder Selbsterzeuger, Veganer, oder Frutarier. Doch ein bisschen Weitblick und Vernunft dürften wir von uns erwarten. Beim Einkauf, im Restaurant, in der Küche.

Denn es kommt nicht von ungefähr.

Das gute Gefühl im Bauch!

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Sunset inspiration

Kein Wort, kein Satz kann ihn beschreiben,
ist er doch so schnell vorbei.
Ein Wunder, würd er ewig bleiben,
der Horizont teilt ihn entzwei.

Kaum schönres gibts als diese Farben,
und welch ein Bote mag das sein,
der solch ein traumhaft Bild kann tragen,
vom Himmel hinab tagaus tagein.

Es fesselt mich, kann nicht entweichen
sitz ich hier, träume unentwegt,
die Ewigkeit sollte er erreichen,
der Sonnenuntergang, der nie vorrüber geht.

Mui Ne, Vietnam, 04.02.2013
 
Sonnenuntergang

Sea and Sand

Das letzte Kapitel meiner Reise hat seinen Ursprung in den von der Andamanensee umschlossenen Inseln Südthailands. Unzählige kleine Gebilde, die majestätisch aus dem Wasser ragen, Kokosnusspalmen, die helle Strände verzieren… Riffe, die tausende Fisch- und Korallenarten beherbergen.

Der tropische Wind kündigt sanft die unzähligen Schönheiten an und lässt mich in jedem Moment einen Hauch Paradies fühlen.

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My journey´s last chapter occurs in the most southern part of Thailand. There are a lot of majestic islands, surrounded by the Andaman Sea. They are decorated with coconut-palms, rising from the bright, white sand and colorful reefs providing hiding places for a lot of fishes and corals.

The tropical wind and the combination of beauties let you feel the breeze of paradise.

Die Nasenaffen und ihre Verwandten

Manchmal erschafft die Natur seltsame Geschöpfe. Tiere beispielsweise. Wir sind auf der Suche nach einer Spezies in den Wäldern von Kinabantangan. Nasenaffen – mit Riechkolben, so groß wie Essiggurken. Im Palmenrestaurant direkt am Fluß gelegen warten wir auf den Bootsmann, der mit uns in die schmalen Kanäle fahren wird, die Zufahrtswege in den Regenwald.

DSC01592Ein paar Minuten später sind wir unterwegs. Eine Vielzahl grüner Pflanzen begrenzt den Fluss zu beiden Seiten. Zwischen den Büschen am Ufer kann man auf Stelzen gebaute Häuser entdecken. Vögel wie der edel anmutende Eisvogel (Kingfisher) oder der extravagante Hornvogel (Hornbill) dekorieren den Himmel mit exotischen Farben. Unser Tourguide macht einen guten Job und entdeckt eine grüne Viper, die perfekt getarnt auf einem Ast am Ufer auf Beute wartet. Der Fahrer reduziert die Geschwindigkeit und wir biegen in einen der schmalen Kanäle ein. Vor uns bewegen sich die Äste. Das müssen größere Tiere sein. Wir fahren näher ran und sehen mehr und mehr von ihnen. Makaken. Diese Art findet man hier häufig. Aufgeweckte kleine Äffchen die ohne zu Zögern von einem Ast zum nächsten springen. Dabei stoßen sie schrille Rufe aus und schlagen sich auch mal gegenseitig wenn es die Erziehung erfordert. DSC01819Kurz danach entdecken wir ein Highlight. Einen wild lebenden Orang Utan (siehe Gallerie), der auf den richtigen Zeitpunkt wartet um den Kanal zu überqueren. Die Aufregung im Boot steigt, Spiegelreflexkameras klicken. Erfreut über die Entdeckung gleitet unser Boot tiefer in den Urwald. Und dann, nach ein paar Minuten konzentriertem Suchens sehen wir sie:
Die erste große Nase. Gefolgt von einem starken Nacken und einer muskulösen Schulter kommt schließlich – ein Bauch wie ein Bierfass. Das muss der Chef der Nasenaffenbande sein. Sitzt oben auf seiner gemütlichen „Ast-Couch“ und beobachtet seine Mitarbeiter. Alles Frauen.

Ungefähr 20-25. Unmöglich sie zu zählen, denn drei springen links, zwei schwingen nach rechts, vier kraxeln hoch und eine hüpft diagonal ins Nirgendwo. Das ist Äffchen Speedclimbing in drei Dimensionen.
Interessiert betrachte ich die große Nase des Häuptlings und sie erinnert mich an ein dutzend Bekannter. Dieser Affe ist die 100 %ige Kopie “moderner” Menschen. Er imitiert sie. Und darin ist er Perfektionist.

Er sitzt auf seinem Ast – genauso entspannt wie manche Menschen vor dem Fernseher. Sein Blick ist gelangweilt, genau so als würde er vor dem Fernseher sitzen und dann kaut er noch auf einem Stück Bambus herum – als würde er vor dem Fernseher sitzen. Die Packung Chips würde gerade noch fehlen.DSC01799
Vor allem aber ist er relaxed. Sein langer weißer Schwanz stabilisiert ihn nach hinten und sein dicker Bauch nach vorne. Umkippen unmöglich und das machst selbst den härtesten Ast zu einem bequemen Sessel.
Bei so viel Aufregung geht der Tag schnell zu Ende. Aber es wird nicht lange dauern, dann geht der Vorhang der Manege wieder auf und die Vorstellung beginnt von Neuem.

Für uns waren es aufregende Stunden – für den Chef der Nasenaffen war es nur wie ein Tag vor dem Fernseher.

Kinabatangan River

Funny Apes

Sometimes, nature creates funny things. For instance animals. We try to find one species of them in the woods of Kinabantangan. Proboscis. Apes with noses so big as cucumbers. We´re waiting in the palm restaurant straight above the river for the boatsman to bring us to the small channels of the Kinabatangan River. The entrance to the deep rainforest. A few minutes later, we´re on our way. A green variety of plants confine the river to both sides. Small houses, built on pegs, hiding between the bush.

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Birds like the stylish Kingfisher or the special-looking hornbill are decorating the sky with exotic colours. Our guide does really a good job, he has been spotting a green Viper, lying on a branch, waiting for some food coming by. We turn right into a small channel, and the driver is reducing the speed. The music of the jungle is surrounding us. We come closer and little by little we can see more of them. Macaques. This kind of apes is quite common in Borneos forests.

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Active little monkeys jumping without hesitations from one tree to another. Always crying and slapping each other. Shortly afterward, we get to see a wild Orang Utan, waiting for the right moment to cross the river. Everybody is exited. The first highlight of this boating.

We go further on and after a few minutes of concentrated wilderness watching – we spot it. The first big nose. Followed by a strong neck and muscular shoulders comes eventually a big big belly. This must be the CEO of the proboscis circus. The Boss is sitting on his easy chair-branch, constantly observing his harem. Staff-monitoring. I see his face and in a part of a second I get reminded of more than a dozen people I know.

“This ape is the hundred percent reflection of some modern human beings.”

Such a perfectionist in the way of what he is doing. Relaxing like he sits in front of the TV, watching like he sits in front of a TV and chewing bamboo like he sits in front of a TV. Just the packet of chips (crisps) is missing.

The boss has maybe 20 or 25 employees. All of them are female. Almost uncountable because five climb up, six down, three are jumping right, one is swinging to the left and not to forget the diagonal moves. Now I know where the Chinese State Circus has it´s conceptions from. It´s like “ape speedclimbing” in three dimensions.

However, the monkeys CEO-tamer is relaxed. It´s business as usual. His long tail holds the balance to the back and his big belly to the front. That makes it easy to sit on every branch his circus ring can provide.

But anytime, every exciting show comes to an end.

Soon, the curtain will rise again and the jungle life will go on.

For us, it was a marvellous day – for the noses CEO, it was just another day in the office…

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Borneo und die Palme

Von der Megacity Singapur nach Borneo. Bäume, Sträucher, Farne und Palmen soweit das Auge blicken kann. Die Natur spaltet die Farbe grün in tausende Nuancen. Wir befinden uns auf der malaysischen Seite Borneos nahe des Mount Kinabalu. Der sich in einem Nationalpark befindende Berg ist mit 4095 Metern der höchste in Malaysia. Wir steigen an der Landstraße aus dem Minibus und setzen unseren Weg zu Fuß zur Mountain Lodge fort. Rechts und links von uns eine Mauer aus Pflanzen. Die Geräusche des DSC01704Regenwaldes begleiten uns, die Natur spielt ihr Konzert, tropische Tiermusik vom Allerfeinsten. Überall um uns herum gluckst, pfeift und summt es. Alles lebt! Man sieht die Tiere nicht, aber man weiß sie sind da. Die mitten im Urwald gelegene Lodge beherbergt uns kurze Zeit, dann geht es wetterbedingt weiter in Richtung Sandakan. Das Tet-Fest beschert uns ausgebuchte Transportmittel und so finden wir uns als Tramper im Minibus eines barmherzigen Klimaanlagenverkäufers wieder. Auf unserem Weg, rechts und links der Straße, weiterhin begleitet von intaktem Regenwald. Keiner von uns hat die Veränderung erwartet, die uns einen Augenaufschlag später widerfährt. Wir sind geschockt.

Die zerstörerische Kraft der Menschen enthüllt plötzlich ihr wahres Gesicht. Kilometerweit. Vom Straßenrand bis zum letzten Hügel, nur eine Palme. Elaeis guineensis. Die Ölpalme. Und diese tausendfach. Stramm in Reih und Glied ragen ihre Stämme aus dem Boden wie Klone. Borneo, als Toilette dieser Erde von vorne bis hinten mit der gleichen Fliese beklebt. Wer nicht weiß, was Monokultur bedeutet, kann hier darüber promovieren. Der Schaden für die Natur ist gewaltig. Man kann nicht von Schaden sprechen, denn das Wort Schaden hinterlässt den Eindruck, dass noch etwas Intaktes besteht, das beschädigt wurde. Aber hier ist nichts mehr intakt. Die Natur ist tot. Es ist ein Desaster. Die Stämme der Palmen sind mit Farnen bewachsen und auch zwischen ihnen gedeiht nichts anderes. Was von der Millionenfachen Artenwelt Borneos überlebt hat sind Schlangen und Ratten. Mittlerweile eine Plage. Hier gab es auch mal Orang Utans, Nasenaffen und zig anderer Tiere, aber das ist lange her.

Große Lastwagen transportieren die Palmölfrüchte zur Weiterverarbeitung in die Fabriken. Der Rohstoff ist unglaublich vielseitig und findet unter anderem in Lebensmitteln und Kosmetik Verwendung. Am Einsatz als Biosprit wird geforscht. Schlechte Aussichten für die Natur.

Staunend setzen wir unseren Weg fort. Mit der Hoffnung, in einem der Naturschutzgebiete die Welt so zu erleben wie sie die Millionen Jahre zuvor war – bevor die Menschen kamen.

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(Die Frucht der Öl-Palme)

Borneo and the palm

From the megacity Singapore into the djungle. Trees, bushes, ferns and palms as far as you can see. The nature splits the colour green in thousand nuances. We are at the Malaysian part of Borneo, near Mount Kinabalu. The mountain, situated in a national parDSC01582k and with 4095 m the highest in Malaysia. We jump off the minibus at the road and keep on walking to the Mountain Lodge. Beside us, walls of plants. The noisy rainforest escorts us, the nature plays a concert, tropical music at its best. Chuckling, humming and whistling sounds on all sides. Everything is alive. You can not see the animals, but you know they are there. We stay at the Mountain Lodge for a short time and then go weather related further on in direction so Sandakan. The Tet-celebrations are causing a lack of transportations, so we find ourselves as hitchhiker in the minibus of an merciful AC-salesman. On our way, accompanied by intact rainforest. Nobody was expecting the changes, which will apear a squint later. We are shocked. 

The destructive force of mankind shows its evil face.

All over the place. From the roadside to the last hill just one palmtree. Elaeis guineensis. The oil palm. Thousands of it. The trunks rising from the soil, they stay there like clones -in rank and file. Borneo, earth´s toilet, from end to end plastered with the same kind of tile. If you´re not aware of monocultures, you can do your doctorate about it at this place. The damage to the nature is enormous.

You can´t say damage because this word means that there is something left which got damaged. But there isn´t. Nature is dead. It´s a disaster. The trunks of the palms are covered with ferns, kind of grass. And thDSC01701ere is nothing else on the ground. What´s left of the millionfold biodiversity are snakes and rats. Meanwhile a plague. There were Orang Utans, Proboscis monkeys and a lot more animals. But they are gone for a long time.

Big lorries carry the palm oil fruits to the factory’s where they get processed. The raw material is quite various and companies produce food and cosmetics. They research also to use it as fuel. Bad expectations for nature.

We go on, wondering and with the hope that we find a place where we can experience the world how it was, million years ago – before humans arrived.

(the second picture shows palm oil fruits)

Singapur — Singapore (english below)

Singapur

Design in Perfektion. Der Variation von Formen freien Lauf gelassen. Kreise, Zylinder, Pyramiden und Quader. Spiegelndes Glas soweit das Auge reicht. Die Architekten haben im Zentrum dieser Stadt ihre Träume verwirklicht. Es gibt keinen Wolkenkratzer, keinen Showroom, nicht mal eine Fußgängerbrücke, deren Bestimmung reine Funktionalität ist. Alles hat einen Blickfang, einen Anspruch auf Vollkommenheit, einen freien Geist. Jedes Gebäude besitzt seine durch High-tech kreierte Architektur, jede Allee eine moderne Note.

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Die palmengesäumten Straßen, der Verkehr, die Fußgängerüberwege. Alles folgt einem präzisen Mechanismus und man hat den Eindruck, dass auch die Menschen ihrem Weg folgen als wäre er vorbestimmt. Männer mit maßgeschneiderten Anzügen und die Damen im Business Dress, stilvoll marschieren sie von einem Meeting zum nächsten. Daneben die einheimische Bevölkerung: Malayen, Chinesen, Inder, welche wie Arbeiterameisen den Stadtstaat am Laufen halten. Und dann noch die staunenden Touristen, die im korrekt geplanten Großstadtdschungel ihr Plätzchen suchen.

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Es wirkt wie ein Computerspiel und betrachtet man die Skyline, denkt man an die Cyber-Programme, die solch Perfektion entstehen ließen. Das Gefühl in dieser Metropole zu stehen und den schlichten Gigantismus zu fühlen wirkt unrealistisch. Trotzdem hat diese Stadt zweifellos ihren eigenen Charakter, der sie umgibt. So stark wie sich ihre Zinnen von denen der restlichen Metropolen in der Gegend unterscheiden, so zuversichtlich und wegweisend sind ihre Flaggen darauf.

Singapur steht für Einzigartigkeit. Ein Inbegriff technischen Fortschritts und Zukunftsdenkens der den Menschen als Individuum in die Höhe hebt und ihn gleichzeitig so klein erscheinen lässt.

 Singapore

 Design in its perfection. The variation of forms is released. Circles, cylinders, pyramids and cubes. Shiny glass, as far one´s eyes can see. The architect’s dreams became true in the center of this city. There is no skyscraper, no showroom and no skywalk with just a functional relevance. There is an impact of style in everything. Eye catchers with an endless demand of accomplishment. Every building has its high-tech created architecture, every avenue a modern mark.

The palm-flanked streets, the traffic, the pedestrian-crossings. Everything follows a precise mechanism and creates the impression, that the people were pursuing their ways like it´s predestinated. Men in tailored suits, Ladies in business dresses, they march from one meeting to the next. The locals, Malaysians, Indians and Chinese, which keep things ticking over and the marveling tourists, which are searching for their place to be.

It seems like a computer-game and if you look at the skyline, you think of the cybeDSC01500r-technique which was manufacturing this. The emotional experience, you get if you stay between this buildings and feel the air of gigantism which is streaming into your lungs, creates an unrealistic sense. But the city has its own charm which decorates it. As powerful as Singapore’s castellation distinguishes itself from other megacities, so confident and pioneering is their banner on it. The impression is as different to the other Asian cities as it is directional and futuristic.

Singapore is an amazing, unique world. An incarnation of technical improvement and futurity thoughts which heightens the individual to heaven and makes you feel so small at the same moment.

Tết – (chinese new year) — Tết (chinesisches Neujahr) / english below

Am 10 Februar fand das Tết-Fest statt. Der wichtigste und populärste Feiertag, nicht nur in Vietnam. Er gründet seine Herkunft auf dem chinesischem Kalender. Ganz Asien schmückt die Straßen und Häuser schon Wochen vorher um das Jahr der Schlange einzuleiten.

Neben Lampions sind Blumen und Pflanzen sind ein wichtiger Bestandteil des Straßenschmucks. In Ho-Chi-Minh Stadt fand ich ein paar schöne Exemplare floristischer Handwerkskunst…

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On Feb. the 10th, the Tết-festival was celebrated. It´s the most important and most popular holiday, not just in Vietnam. It´s origin is from the chinese calendar. People all over Asia decorate the streets and their houses even weeks before to have a good start into the year of the snake.

Next to Lampions, flowers and plants are an important part of the street-decoration. I found some nice examples of floristic craftmanship in Ho-Chi-Minh-City…

Mui Ne (english – new photos)

Mui Ne
A small fisher-village on my way from Hoi An to Saigon. It’s the response of the last years tourism that there are a lot of resorts, restaurants and bars now. And the construction sites won´t stop. Nevertheless, there is some charm left in this town. A lot of fishing boat lying in the harbour and many nut-shell-boats are in a row along the beach. Almost big enough for two fisher and a few nets.  The motor of the ship, made from plaited palm leaves is just one paddle. They use a fascinating technique to move forward.

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The traditional fishing has a lot oadvantages for the tourists. Short after sunset, a lot of small street-food restaurants open along the beachroad. In front of them are the aquariums from which the living seashells, crabs, lobster, turtles, frogs and fishes trying to escape. You can choose your preference and they immediately start cooking. Right next to the seafood, an alligator get´s roasted on a skewer. For germans, it looks like an “exotic Spanferkel” (piglet on a skewer), but it is standard food for the Vietnamese. DSC01423
Blue heaven and a smooth, salty breeze is welcoming the next day. The first kitesurfers  occupied the water and as soon as the wind is strong enough, many kites pursuit the absolute chaos in a way of a beautiful dance. This is one of the most tricky spots I´ve ever been surfing to, but if you finally get used to the waves and the wind, it´s one of the windiest and biggest spots worldwide. The international kitescene meets here and they sometimes stay for more than just a few month! You easily get connected to them and start conversations about new tricks, the wind and the kiteboards, which got lost in the big waves.

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As endless as the kiters ride their kites up and down the wind, as endless is the road at the coast, which you´ll find if you leave Phan Tiet in southern direction. Using the Motobike is the best way to discover this lonely road and you quickly get a feeling that this is not such a touristic place like Mui Ne. People are friendly waving, smiling and everything looks trapped in it´s own micro-cosmos. A life, which starts every day at it´s beginning. Children, playing near the street, young guys, taking care of the cattle, the old man, sitting in his wooden chair – his face is telling a living story.
The road leads to the biggest and oldest lighthouse of Vietnam. Situated on an island, the warning for ships to avoid the rocky coast. A man on the roadside spotted us and is immediately starting to pursue. After a few hundred meters, he is nearby and gives us a sign to follow him. He takes us to a little restaurant, the menus are Vietnamese there and the visitors locals. We were served drinks and food and get a ship suggested which should bring us to the lighthouse.

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Close to our table, the duck get´s plucked. Maybe, they expect us for dinner.
High on the tower, the sparkling sea, the rocks and the Vietnamese coast below, the sun finishes it´s circle and paints the country, the sea and the heaven into nice and warm watercolours. Every single one an effigy for the hopes and dreams of the people far away from the big city’s, searching for a place in the world between history and modernity, culture and business, curiosity and longings.